Intervention in der Arbeitssitzung Nr. 3 des OSCE Human Dimension Implementation Meeting am 25. September 2007 in Warschau. Der folgende Text wurde von Herrn Jean Pierre Jougla, UNADFI [1], in französischer Sprache vorgetragen.

 

Wenn wir es als unerlässlich erachtet haben, hierher zu kommen und zu sprechen, dann deshalb, weil wir festgestellt haben, dass einige Organisationen und Personen getreu ihrer Seinsweise und ihrer Meisterschaft in der Kunst der Manipulation es verstanden haben, jene Tribüne, welche die OSZE anlässlich dieser Jahreskonferenz wahren Opfern der Angriffe auf die Menschenrechte bietet, zu benutzen, um es zu wagen, sich als Opfer religiöser Diskriminierung darzustellen, die von den Regierungen verfolgt werden, und so die wahren Verhältnisse völlig umzukehren.

 

Die Aufgabe der FECRIS ist die Information und die Forschung, und unsere Vereinigungen befassen sich ausschließlich mit der Unterstützung von Opfern totalitärer sektiererischer Tätigkeiten, und veranstalten ganz im Gegensatz zu dem, was hier gesagt wurde, keine Hexenjagd.

 

Mehrere Vereinigungen und Personen, die im Schoß der FECRIS arbeiten, wurden diffamiert.

 

Diese falschen Beschuldigungen sind die Illustration der sektiererischen Manipulation, und wir sind der Meinung, dass jene, die uns angreifen, sich gegen die Äußerungsfreiheit verschrieben haben.

 

Die sektiererischen Gruppen greifen die Menschenrechte und die fundamentalen Freiheiten an, indem sie Individuen unter ihren Einfluss bringen und dort festhalten und sie zu Tätigkeiten oder zur Enthaltung von Tätigkeiten verleiten, wodurch ihnen schwerer Schaden zugefügt wird.

 

Wir weisen hier auf jene Gruppen hin, deren Verhalten eine wahrhaftige Herausforderung der Menschenrechte darstellt, da sie sich hinter ein Recht – die Religionsfreiheit – flüchten, um andere Rechte besser verletzen zu können.

 

Es ist ein wahrhaftiger Kampf, der sich abspielt: die Interessen dieser Gruppen, oft wenig verständlich für jene, die ihre Funktionsweise noch nicht völlig angepasst haben, steuern diese Tätigkeit der Verleumdung, skandalös in den Augen der Opfer, aber passend zur Logik dieser Organisationen, welche die Hände frei haben wollen, um ihre Herrschaft zu errichten.

 

Diese Gruppen haben es sehr schnell verstanden, internationale Institutionen wie die Ihre zu instrumentalisieren, indem sie sich ohne die mindeste Scham auf dieselbe Ebene begeben wie jene, die rechtmäßig und Ihren Schutz bitten und deren Leiden wir anerkennen

 

Indem sie bisweilen mit offenen, bisweilen mit verdeckten Karten vorgehen, suchen diese Gruppen nach Anerkennung durch vorgebliche humanitäre Aktionen oder Unterstützung großer Angelegenheiten, deren Endzweck die Rekrutierung neuer Anhänger und das Säen von Schwierigkeiten im Geiste jener bleibt, die sie nur durch diese täuschenden Aktionen kennen.

 

Wir, die wir die Opfer dieser Gruppen vertreten, Männer, Frauen, für immer zerstörte Familien, fordern die Regierungen auf, dem Druck und den Einschüchterungen dieser Organisationen nicht nachzugeben. Wir fordern sie auf, die Opfer zu berücksichtigen, ihnen und jenen, die sie begleiten, besser zu helfen und in aller gebotenen Strenge jene Gesetze anzuwenden, welche die unverjährbaren Rechte der Menschen wirklich beschützen, um frei und würdig zu leben.

 

Wir fordern SIE auf, sich nicht von der Doppelzüngigkeit jener missbrauchen zu lassen, die zu dem alleinigen Zweck hierher kommen, um in den Berichten über Ihre Arbeit aufzuscheinen, um dann noch besser ihre gegenwärtigen Opfer ködern zu können und sich von Ihren Instanzen empfehlen zu lassen, um auch zu versuchen, die Arbeit der nationalen Behörden zu behindern, die ihre gegen die Gesetze, gegen die guten Sitten und die Moral gerichteten Tätigkeiten bestrafen wollen, und die sich so als jene sehen, auf welche die internationale Gemeinschaft mit dem Finger zeigt.

 

Täuschen wir uns nicht, täuschen Sie sich nicht bezüglich der Opfer. Die lärmendsten, die marktschreierischsten sind meist nicht die wahren Opfer, und man tut der Mehrheit von ihnen Unrecht, von denen hier die Rede ist und die wahrhaft unter der Intoleranz und dem Totalitarismus jeder Art leiden, indem man hier die einen mit den anderen vermengt.

 



[1] Union Nationale des Associations de Défense des Familles et de l'Individu Victimes de Sectes